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Für den Einen der Letzte, für den Anderen der Erste! 

Für den Einen der Letzte, für den Anderen der Erste!

Für den Einen wird „Rund um Zschopau“ 2009 der letzte DEM-Lauf einer langen Karriere sein, für die anderen Beiden der Start in ein neuen, sportlichen Lebensabschnitt. Für alle drei jedoch mit Sicherheit ein unvergessliches Erlebnis.

Patrick Heß, seit vielen Jahren Stammgast bei „Rund um Zschopau“ und eine feste Größe in der Deutschen Enduro Meisterschaft, wird nach 27 Jahren Offroadsport mit Lizenz in Zschopau seinen letzten DEM-Lauf bestreiten.
Sein Debüt auf zwei Rädern gab er einst beim MC Simson Suhl im Jahre 1982, zu einem Zeitpunkt, wo eine Vielzahl seiner heutigen Konkurrenten noch nicht einmal geboren waren. Als damals 12-jähriger Knirps nahm er auf einer Simson mit 50ccm-Mopedmotor an den ersten Motocross-Rennen teil. Drei Jahre später bestritt der Suhler mit einer B-Lizenz seinen ersten Enduro-Lauf, in der damals noch existierenden 75ccm-Klasse. 1988 folgte dann der erste Auftritt bei „Rund um Zschopau“. Ab 1989 ging es bei den A-Lizenzlern an den Start.
Mit der Wende wurde die heimische Simson gegen eine, damals noch weiß-rot-blaue KTM eingetauscht. Fortan standen nicht nur Läufe zur nationalen Meisterschaft auf dem Programm, sondern auch Auftritte auf der internationalen Bühne. 1990 nahm Patrick u.a. auch am WM-Lauf in Zschopau teil. Im gleichen Jahr ging er als letzter DDR-Meister in der Klasse bis 125ccm in die Geschichtsbücher ein. 1991 folgte erstmalig die Berufung in die deutsche Junior-Trophy und 1993 gelang ihm sein größter internationaler Erfolg. Ein Tagessieg bei der Junioren-EM, welche im Rahmen der damaligen Enduro-WM ausgetragen wurde.
Nach vielen, erfolgreichen Jahren im Endurosport auf mehreren verschiedenen Motorradmarken, wagte der ehemalige zweifache Deutsche Vizemeister in diesem Jahr noch einmal einen Neuanfang. Mit einem brandneuen Motorrad, einer 450er Zweizylinder-Aprilia, ging er noch einmal hochmotiviert an den Start. Doch blieben für den sympathischen Thüringer, in der laufenden Saison, die erhofften Ergebnisse aus.
Durch die Verletzung vom Vorjahr und akuten Zeitmangel für kontinuierliches Training, konnten die eigenen, hohen Erwartungen zuletzt nicht mehr erfüllt werden. Somit standen die Zeichen auf Abschied. Die schwere Entscheidung des Rücktrittes vom aktiven Sport, war beschlossene Sache. „Rund um Zschopau“ 2009 – the last race!

Patrick Heß / Sepp Wiegand / Bruno Wächtler

Neuland hingegen betreten die zwei Youngsters Sepp Wiegand und Bruno Wächtler.
Beide haben diese Saison als direkte Konkurrenten im Deutschen Enduro-Pokal in der Klasse bis 125ccm begonnen. Beide werden kommende Woche bei den 84. Internationalen Six Days im Endurosport in Portugal am Start sein. Sepp wird in der Deutschen Junior-Trophy starten, Bruno für den ADAC Sachsen in der Clubwertung. Doch um dort teilnehmen zu dürfen, mussten beide den ungewöhnlichen Weg gehen und während der laufenden Saison ihre B- gegen eine A/I-Lizenz eintauschen. Somit feiern beide zu „Rund um Zschopau“ zwangsläufig auch ihr Debüt in der Deutschen Enduro Meisterschaft.

Wie fast alle jungen Enduro-Fahrer, begann auch Sepp Wiegand seine motorsportliche Laufbahn mit Motocross. Zunächst wurde die MX-Sachsenmeisterschaft bestritten, ehe der Zwönitzer für vier Jahre das Metier wechselte und fortan Cross-Country fuhr. Dort fühlte er sich sichtlich wohl und feierte eine Vielzahl an Erfolgen. Der wohl Spektakulärste war der Sieg beim Enduranceday 2008. Als damals 17-Jähriger gewann er sensationell die Einzelwertung des 24-Stunden-Rennens.
Auf Anraten seines Teamchef Matthias Engel fuhr er im selben Jahr –just for fun- seine ersten Enduro-Veranstaltungen: Sonnefeld, Waldkappel, Zschopau. Die Ergebnisse mit zwei Siegen und einem dritten Platz waren vielversprechend, die Erwartungen für die erste, komplette Enduro-Saison 2009 dementsprechend hoch. Und Sepp hielt das, was er versprach. Der KTM-Engel-Fahrer sicherte sich am vergangenen Samstag in Tucheim vorzeitig den Titel im Deutschen Enduro-Pokal, auch wenn dieser Gewinn erst durch den technischen Ausfall seines direkten Konkurrenten möglich wurde.

Und dieser direkte Konkurrent war eben Bruno Wächtler, der sich so seinen Abschied bei den B-Lizenzlern ganz und gar nicht vorgestellt hatte.
Auch der Herolder begann schon frühzeitig mit dem Motocross. Im zarten Alter von neun Lenzen war er bereits auf sämtlichen MX-Strecken in Sachsen unterwegs. 2002, nur ein Jahr später, errang er schon den sächsischen Vizemeister-Titel in der 65ccm-Klasse.  In den folgenden Jahren führte ihn sein Weg in die 85ccm-MX-Sachsenmeisterschaft, wo er 2006 Meister wurde, parallel dazu wurden Läufe im ADAC-MX-Junior-Cup bestritten. 2007 ging es dann mit einer 125er in der German Cross-Country an den Start.
2008 folgte der Umstieg in den Endurosport, der gleich in Uelsen mit einem Paukenschlag begann: Sieg beim ersten Rennen! In der diesjährigen Saison war das anvisierte Ziel der Titel, doch leider machte ihm dabei die Defekthexe einen Strich durch die Rechnung. Allerdings ist das schon wieder abgehackt, denn der Blick richtet sich fest voraus auf die kommenden Herausforderungen.

Beide werden nun in Portugal ihren ersten Wettbewerb im Ausland bestreiten. Doch alle beide nehmen das –erstaunlicherweise- ziemlich gelassen, machen sich diesbezüglich nicht wirklich heiß. Oberstes Gebot der Youngsters: cool bleiben, durchfahren, das Beste rausholen und möglichst verletzungsfrei wieder nach Hause kommen. Logisch, steht doch wenige Tage später „Rund um Zschopau“ auf dem Programm. Und da leuchten auf einmal die Augen. Ja, das ist doch schon etwas ganz Besonderes, der erste A-Lauf mit Prolog vor heimischem Publikum!

Text: Fahrtleitung / TEI

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